Stahlmantelrohr

Stahlmantelrohr

Stahlmantelrohrleitungen sind für Temperaturen bis zu 400 °C geeignet und können verschiedene Medien, wie Thermalwasser, Dampf, Kondensat, Thermoöl oder umweltgefährdende Medien, transportieren. Sie sind eine zuverlässige Lösung für den Medientransport auch unter schwierigen äußeren Bedingungen – mit umfassenden Planungs- und Überwachungsmaßnahmen, um eine hohe Sicherheit und Effizienz zu gewährleisten. Sie kommen in den nachfolgenden Anwendungsbereichen sowie in der Geothermie oder in Sekundärnetzen, zum Transport von heißem Wasser oder Dampf zum Einsatz.

Produktinformationen

Stahlmantelrohre bestehen aus einem inneren Präzisionsstahlrohr, das das Transportmedium führt, und einem äußeren Stahlmantelrohr.
 
Zwischen diesen beiden Rohren befindet sich in der Regel eine Wärmedämmung aus Mineralwolleschalen, die die Wärmeverluste und die Temperatur am Mantelrohr reduziert. Das Mediumrohr ist frei beweglich. Mit einer örtlichen Fixierung zwischen Innen- und Mantelrohr an den Festpunkten wird die Richtung der temperaturbedingten Längenänderung der Innenrohre vorgegeben. An den Stahlmantelrohrfestpunkten sind keine äußeren Konstruktionen oder Betonfundamente erforderlich.

Die Innen- und Mantelrohrverbindungen werden durch herkömmliche Schweißtechniken hergestellt.

Hauptmerkmale

  • Hohe Stabilität und Festigkeit durch das Innen- und das Mantelrohr aus Stahl
  • Projektbezogene Berechnung, Planung und Fertigung mit hohem und trassenbezogenen Vorfertigungsgrad
  • Erhältlich in Einzel-, Doppel- oder Mehrrohrführung
  • Trassen- und temperaturabhängige Dehnkonzepte
  • Sonderlösungen als Rohrbrücken
  • Grundwasserdichtigkeit dank der verschweißten Mantelrohre
  • Innenrohre: nahtlose Rohre gemäß DIN EN 10216 oder geschweißte Rohre gemäß DIN EN 10217, Werkstoffe P235GH bis P355NH, bei Kondensat oder umweltgefährdenden Medien austenitischer Stahl
  • Mantelrohre: geschweißte Rohre gemäß DIN EN 10217, Werkstoffe P235TR1 bis P355N, bei umweltgefährdenden Medien austenitischer Stahl, äußere Korrosionsschutzbeschichtung aus PE gemäß DIN 30670 - N oder S - n oder v, PP-Beschichtung gemäß DIN EN ISO 21809, Farbbeschichtung

Produktspezifikationen

In verschiedenen industriellen und infrastrukturellen Anwendungen, bei denene hohe Anforderungen an Temperatur, Druck und mechanische Belastbarkeit bestehen.

  • Standardlängen bis 16 m, Überlängen nach Absprache
  • Stahlmantelrohrkomponenten, wie Bögen, Festpunkte, Mantelrohrerweiterungen, Mauerdurchführungen, vakuumdichte Endverschlüsse, werden in vorgefertigte Stahlmantelrohr-Baueinheiten integriert.
  • Lieferlängen der Baueinheiten entsprechend der Trasse
  • Passlängen nach Absprache

Die Mineralwolledämmschalen befinden sich zwischen dem inneren und äußeren Rohr und dienen der Reduktion von Wärmeverlusten sowie zur Reduzierung des Wärmeflusses zum Mantelrohr.

Die projektbezogenen technischen und wirtschaftlichen Planungen für Stahlmantelrohrleitungen umfassen die Konzeption und Konstruktion sowohl für Erd- als auch oberirdische Verlegung, einschließlich der Berechnung von Wärme- und Druckverlusten sowie der Entwicklung von Dehnkonzepten und der Dimensionierung der Materialien. Dazu gehören auch die Planung von Vorspanntechniken, Evakuierungsarbeiten, Qualitätsmanagement und umfassende Prüf- und Dokumentationsverfahren. 

Es gibt verschiedene Verlegearten, darunter die konventionelle Erdverlegung, grabenlose Verfahren (z. B. HDD) und die oberirdische Verlegung.

Der Betrieb erfolgt oft mit Vakuum im Ringraum, um Wärmeverluste zu minimieren, die Dichtigkeit zu überwachen und Korrosion zu verhindern. Die Verlegung ist deutlich platzsparender als mit Betonkanälen.

Der Betrieb mit Vakuum im Ringraum von Stahlmantelrohren reduziert Wärmeverluste um bis zu 30 % und verhindert durch den Ausschluss von Sauerstoff und Feuchtigkeit aus dem Ringraum dauerhaft Korrosion. Zudem wird die Dichtigkeit der Leitung gewährleistet, da der Ringraum zwischen Medium- und Mantelrohr an den Enden und an allen Bauverbindungen vakuumdicht verschlossen wird und die Betriebssicherheit durch Vakuumsektionen und eine Vakuumpumpenstation erhöht wird.

  • Natürliche Kompensation in den Bögen der Trasse
  • Kompensation mit U-Bögen, Axial- oder Gelenkkompensatoren
  • Reduzierung oder Unterbindung der temperaturbedingten Längenänderung der Innenrohre durch thermische Vorspannung oder eine Kombination aus thermischer Vorspannung und natürlicher Dehnung

Für die Stahlmantelrohrfertigung liegen folgende Zertifikate vor:

  • DIN EN ISO 3834-2 (Comprehensive quality requirements for welding)
  • Modul A2 (Internal production control plus supervised pressure equipment checks at random intervals according to directive 2014/68/EU)
  • AD 2000 - HP0 / HP100R (Certified manufacturer of pressure equipment and piping according to the rules of AD 2000 - HP0 / HP100R)
  • Die interne Fertigungskontrolle und regelmäßige externe Überprüfungen durch eine benannte Stelle im Rahmen der Zertifizierungen garantieren höchste Qualität und Sicherheit.

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